Diese 12 Unterwasser – Entdeckungen werden Ihren Blick auf das Meer verändern

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Das Meer bedeckt etwa 70% der Erdoberfläche und ist dabei komplett miteinander verbunden. Dadurch stellen die einzelnen Weltmeere 90% des Lebensraumes auf der Erde dar. Kein Wunder, dass bereits seit der Antike Interesse an den Tiefen des Meeres bestand. Doch erst 1872 begannen die Briten mit dem Schiff Challenger, systematisch die Ozeane zu erforschen.

Können Sie sich vorstellen, dass dennoch bisher nur etwa 5% der Meere erforscht sind? Vergleiche, in denen sogar der Mond als besser erforscht gilt, machen dies deutlich. Das Interesse an der Unterwasserwelt führte zu immer neuen Entdeckungen. Ob spektakulär oder erschreckend, wir zeigen Ihnen 11 besondere Unterwasserwelten.

1. Die antike Stadt Atlit-Yam

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Im Jahr 1984 wurden in Folge eines starken Sturms Teile einer versunkenen Stadt vor der Levanteküste in Israel sichtbar. Wenige Kilometer von Haifa entfernt liegt acht bis 12 Meter unter Wasser die neolithische Siedlung Atlit-Yam. Die Archäologen fanden Belege dafür, dass dieses Dorf das früheste mit gemischter Selbstversorgung an der levantischen Küste gewesen ist.

Taucher entdeckten zudem einige Grabstellen, in denen wiederum Hinweise zu den ältesten Fällen von Tuberkulose gefunden wurden. Atlit-Yam existierte etwa 6900 bis 6300 vor Christus. Überreste von gestapelten Fischen und Getreidevorräten ließen den Schluss zu, dass das Dorf fluchtartig verlassen wurde. Möglicherweise war ein Ausbruch des Ätnas mit anschließendem Tsunami der Grund dafür.

2. Das Yonaguni-Monument

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Im Jahr 1985 machte der japanische Taucher Kihachiro Aratake eine überraschende Entdeckung. Auf der Suche nach neuen Tauchorten für Touristen stieß er im ostchinesischen Meer auf Gesteinsformationen mysteriöser Art. Diese liegen in der Nähe der Insel Yonaguni, in einer Tiefe von fünf bis 30 Metern.

Bis heute stellt sich die Frage, ob es sich um die Zeugen einer alten asiatischen Kultur oder nur um ein natürliches Phänomen handelt. Die überaus exakten Proportionen und Winkel ließen den ersten Schluss zu, dass dieses Bauwerk von Menschenhand geschaffen sein musste. Dies jedoch würde der bisherigen Zivilisationsgeschichte widersprechen. Doch auch ein natürlicher Ursprung als Erosionsplattform wird diskutiert.

3. Bimini-Road

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Die sogenannte Bimini-Road war mitunter eines der größte Streitthemen der geologischen Forschung. Die Entdeckung dieser 800 Meter langen Struktur aus Kalksteinblöcken vor der Westküste von North Bimini auf den Bahamas war zudem rätselhaft. Im Jahr 1940 stellte das Medium Edgar Cayce in Trance die Behauptung auf, dass vor der Küste von Bimini bald die Überreste von Atlantis entdeckt werden würden.

Tatsächlich erkannte nur wenige Jahre später ein Erfinder von Unterwassertechnik genau an diesem Ort die bekannten Kalksteine. Auf der einen Seite besteht unter Wissenschaftlern heutzutage der Konsens, dass diese natürlich verändertes Geröll ist. Doch auf der anderen Seite gibt es auch Hinweise darauf, dass die Bimini-Road den Überrest einer Hafenanlage darstellen könnte.

4. Die Chuuk Lagoon Geisterflotte

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Die Entdeckung, die am Grund der Lagune Chuuk, einem Atoll im Pazifik, gemacht wurde, war weniger überraschend. Doch das Ausmaß war bei Weitem nicht erwartet worden. Auf halbem Weg zwischen Hawaii und den Philippinen liegend, war die Insel schon immer strategisch wertvoll. Die Japaner hatten hier ihren Flottenstützpunkt Truk aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg jedoch wurde die gesamte Flotte am 17. Februar 1944 als Rache für Pearl Harbor versenkt.

Seitdem ruhen in den Tiefen bis zu 50 Meter neben 60 japanischen Kriegsschiffen weitere Überreste aus dieser Zeit. Mittlerweile ist die Chuuk Lagoon deshalb einer der bekanntesten Tauchplätze der Welt. Doch Flugzeuge, Panzer und sogar Skelettteile sorgen noch immer für Betroffenheit bei den Tauchern.

5. Silber von der SS Gairsoppa

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Während des Zweiten Weltkriegs Ende 1940 begann die SS Gairsoppa, ein britisches Frachtschiff, ihre letzte Reise von Indien aus. Beladen mit Roheisen, Tee und Silber musste das Schiff aus einem Verband ausscheren und alleine einen anderen Kurs einschlagen. Auf diesem wurde das Schiff von einem Torpedo eines deutschen U-Bootes getroffen und sank. Seitdem galt es als verschollen, der genaue Aufenthaltsort war aufgrund des alleinigen Kurses unklar.

Im Jahr 2011 aber ging das Schatzsucherunternehmen Odyssey Marine Exploration mit dem Fund des Schiffes an die Öffentlichkeit. In 4700 Metern Tiefe hatten sie das Wrack etwa 480 Kilometer vor Irland entdeckt. Das Unternehmen erhielt 80 % des Schatzes, während 20 % an die britische Krone gingen. Genaue Angaben über die gehobene Silbermenge wurden nie gemacht, jedoch sollen es über 100 Tonnen gewesen sein. Umgerechnet wären dies über 50 Millionen Euro.

6. Unterwasserfluss Cenote Angelita

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Vielen von Ihnen sind sogenannte Cenoten möglicherweise ein Begriff. Die Kalksteinlöcher entstehen durch den Einsturz der Decke einer Unterwasserhöhle. Bei den Mayas waren Cenoten die einzigen Wasserquellen, da diese mit Süßwasser gefüllt sind. In Mexiko beispielsweise finden sich hunderte solcher Cenoten. Diese sind in den letzen Jahren auch bei Tauchern immer beliebter geworden.

Eine ganz besondere Cenote befindet sich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Denn in dieser entdeckte erst vor wenigen Jahren ein Taucher eine Art milchigen Unterwasserfluss mit Ufer und Pflanzen. Dieser entsteht durch eine Schicht Hydrogen-Sulfat, welche schwerer als Süßwasser ist und dadurch nach unten sinkt. Deshalb entsteht die Illusion eines Unterwasserflusses.

7. Shi Cheng

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Dieses Foto zeigt den sogenannten Qiandao-See, einen Stausee in der Provinz Zhejiang in China. Mit den über 1000 auf dem See verteilten Inseln bietet dieser einen besonderen Anblick. Doch das eigentlich besondere am Qiandao-See wurde im Jahr 2001 von Tauchern wiederentdeckt. In einer Tiefe von etwa 30 Meter fanden diese kunstvolle Häuser, Stadttore und Mauern. Schnell stellten sich diese Entdeckungen als Überreste einer vergessenen Stadt heraus.

Die malerische Stadt Shi Cheng, die im Jahre 208 erbaut wurde, musste im Jahr 1959 für den Bau des Wasserkraftwerks Xin-An-Jiang geflutet werden. So schnell diese geflutet wurde, war sie auch vergessen worden. Mittlerweile ist die chinesische Atlantis, wie die versunkene Löwenstadt Shi Cheng auch oft genannt wird, ein beliebter Tauchort. So können zum Beispiel drei Stadttore, die Stadtmauern und Wohnhäusern erkundet werden.

8. Grüner See

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Können Sie sich vorstellen, dass ein See die Hälfte des Jahres als Park benutzbar ist? Einmal schlendern Wanderer durch das Gras, das andere mal schwimmen Fische durch die Halme. Parkbänke bieten Rast während den Spaziergängen, verschwinden dann aber unter Wasser. Sie glauben nicht, dass das möglich ist? Dann sollten Sie sich den Grünen See in der österreichischen Steiermark genauer ansehen.

Durch die Schneeschmelze der umliegenden Berge füllt sich der See jährlich mit kristallklarem Wasser, welches dann smaragdgrün erscheint. Rund um Pfingsten ist der See bis zu 10 Meter tief und damit ein Platz für Taucher-Entdeckungen. Im Herbst beginnt er dann rasch auszutrocknen und ist so bis in den Frühling wieder für Wanderer zugänglich.

9. Great Blue Hole

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Im Jahr 1972 erlangte das Great Blue Hole durch den Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau an Berühmtheit. Die runde Sinkhöhle befindet sich etwa 70 km von Belize City im gleichnamigen mittelamerikanischen Staat entfernt. Der Durchmesser von etwa 300 Metern führt zu einem unglaublichen Anblick von oben. Doch was befindet sich in dem bis zu 125 Meter tiefen Loch?

Forschungen ergaben, dass das Great Blue Hole am Ende der letzten Eiszeit entstanden sein muss. Die Kalksteinhöhle, aus der sich die Sinkhöhle entwickelte, wurde dabei aufgrund des Einsturzes der Decke unter Wasser gesetzt. Das Höhlensystem ist nun einer der beliebtesten Orte für das Tauchen.

10. Mechanismus von Antikythera

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Im Jahr 1900 fanden Taucher in einem alten Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikyhera eine Art antiken Computer. Münzen aus Pergamon ließen darauf schließen, dass das Schiff zwischen 70 und 60 vor Christus untergegangen sein muss. Erst 50 Jahre nach der Taucher-Entdeckung führt die systematische Untersuchung eines Klumpens von korrodiertem Metall zu einem historischen Fund.

So erkennt ein britischer Wissenschaftler verborgene Zahnräder und Getriebereste in dem obigen Bruchstück. Der sogenannte Mechanismus von Antikythera ist vergleichbar mit einer späteren astronomischen Uhr. Er zeigte außerordentlich viele astronomisch-kalendarische Zusammenhänge an. Diesen Stand der Technik erreichte die Menschheit erst eineinhalb Jahrtausende später erneut.

11. Verlorene Stadt Pavlopetri

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Im Jahr 1967 machte Nicholas Flemming vor der Küste des südlichen Lakoniens einen unglaublichen Fund. Nicht weit von der Südostspitze der Peloponnes sowie der Insel Elafonissos entfernt liegt in drei bis vier Metern Tiefe eine nahezu komplett erhaltene Stadt. Erkundungen ergaben einen Grundriss mit Straßen, Häusern und Gräbern.

Spätere Erforschungen machten deutlich, dass die Gebäude etwa aus der Zeit um 2800 vor Christus stammen müssen. Dabei wurde Keramik gefunden, dass aus einer Zeit um 3000 vor Christus stammt. Annahmen gehen davon aus, dass die Stadt bereits 1000 vor Christus im Meer versank. Dennoch gilt Pavlopetri, wie die Stadt bezeichnet wird, als älteste versunkene Stadt der Welt.

12. Unterwasser-Skulpturenpark

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Dieser besondere Unterwasser-Skulpturenpark ist der weltweit erste und liegt in der Molinere Bay an der Westküste von Grenada. Hier können Sie bis zu 65 atemberaubende Kunstwerke des Unterwasserfotografen, Bildhauers und Naturschützers Jason de Caires Taylor betrachten.

Hier sind wirklich spektakuläre Werke ausgestellt, die Sie bestimmt so schnell nicht mehr vergessen werden. Definitiv ein Highlight unserer Liste mit den etwas anderen „Unterwasser Funden“. Der britische Künstler Jason de Claires Taylor ist für seine Unterwasserinstallationen berühmt. Er ist 1974 am 12. August geboren und hat 2006 angefangen Betonskulpturen zu bauen. Der Künstler übte sogar den Beruf des Tauchlehrers aus.





Interessant: Wussten Sie, dass Schmetterlinge mit ihren Füßen schmecken?

Schmetterlinge besitzen Geschmackssensoren an ihren Füßen, die es ihnen ermöglichen, den Geschmack von Pflanzen zu erkennen, auf denen sie landen. Diese Fähigkeit hilft ihnen, geeignete Pflanzen zur Eiablage und zur Nahrungsaufnahme zu identifizieren. Darüber hinaus können sie über ihre Füße auch Pheromone wahrnehmen, die eine Rolle bei der Partnersuche spielen.